Prophylaxe

Lange schon wird nach Maßnahmen gesucht, die eine Erkrankung der Tiere an der Ödemkrankheit verhindern bzw. die damit verbundenen wirtschaftlichen Verluste so gering wie möglich halten. Bislang mit mehr oder weniger großem Erfolg. Üblich waren eine restriktive Absetzerfütterung sowie der Einsatz oral verabreichter Antibiotika. Nun ist es den Forschern der IDT nach Jahren langer Forschungsarbeit gelungen, einen Impfstoff gegen die Ödemkrankheit zu entwickeln und EU-weit zu zulassen.

Der One-Shot-Impfstoff muss den Ferkeln nur einmal im Alter von vier Tagen injiziert werden, da er eine sehr hohe Antigenkonzentration besitzt. Bereits drei Wochen nach der Impfung ist bei den Tieren eine Immunität nachweisbar, die mindestens bis zur 15. Lebenswoche anhält –also bis in die Mast.

Die Wirksamkeit des Impfstoffs beruht auf der Stimulation der humoralen Immunabwehr und der damit einhergehenden Produktion einer großen Zahl neutralisierender Antikörper. Diese neutralisieren das von den STEC freigesetzte Shigatoxin Stx2e und verhindern somit die Ausbildung klinischer Symptome. Der Infektionsdruck im Bestand wird durch die Impfung jedoch nicht gesenkt.

Neben der Reduktion der Mortalität und klinischen Anzeichen der Ödemkrankheit leistet die Impfung auch einen wichtigen Beitrag, den metaphylaktischen Einsatz von Antibiotika in der Ferkelaufzucht zu reduzieren.